Wolkig mit der Aussicht auf – ja was denn eigentlich?

Mit der Abgabe meiner Hausarbeit für den laufenden Kurs, welche ich Mitte Januar abgeben musste, war ich erst einmal damit beschäftigt, mich mit dem Uni-Stress auseinanderzusetzen. Das Gute am Januar ist, dass es auf der Arbeit dann eher ruhiger vonstattengeht. Das Weihnachtsgeschäft ist um, die Leute wollen wieder sparen und sich ein wenig von den Feiertagen erholen. Zumindest ist das so meine Theorie, nach all den Jahren im Einzelhandel.

Vielleicht kennst du das auch, dass bestimmte Monate oder Episoden eher ruhiger sind als andere.

Nach erfolgreicher Abgabe konnte ich mich der nächsten Aufgabe widmen. Diese musste Mitte Februar abgegeben werden. Das Portfolio ist ein Haufen Arbeit, das aber – sofern man es gut macht – auch als Referenz für zukünftige Bewerbungen dient. Mit dem Wissen, dass ich bei potenziellen Arbeitgebern damit punkten kann, gab ich mir sehr viel Mühe und konnte auch diese Arbeit sehr gut abschließen.

Obwohl das Jahr für mich sichtlich gut startete, blieb diese eine Wolke doch immer noch über mir hängen. Sie scheint immer mit mir zu wandern und größer zu werden, sobald ich zulasse, Emotionen näher an mich heranzulassen.

Und jetzt mal „Realtalk“:
Verdrängung kann ich, da brauche ich nicht drüber nachzudenken. Ist das gesund? – nein. Mache ich es dennoch? – ja! Aber wieso tue ich mir das eigentlich immer wieder an?

Na ja, es ist doch „schön“, wenn man für gewisse Zeit einfach mal so unbeschwert sein kann, wie man sich das erträumt. Einfach mal an nichts Schlechtes denken, die schlimmen Ereignisse auf der ganzen Welt in den Hintergrund schieben und seine eigenen Probleme nicht als solche sehen, sondern als die „Vergangenheit“ und als „ja ist auch mal gut“-Gedanke hinnehmen. 

Dass es das alles nicht ist, das weiß ich. Rational gesehen, ist mein Verhalten mir persönlich gegenüber, absoluter Nonsens. Emotional betrachtet hingegen, ist das eine wunderbare Art sich nicht mit dem eigenen Ich auseinandersetzen zu müssen. 

Auch wenn ich noch immer alle zwei Wochen regelmäßig zur Therapie gehe, heißt das noch lange nicht, dass ich auch meine sogenannten Baustellen alle erkenne. Manchmal muss mich jemand darauf hinweisen oder ich komme irgendwann von ganz allein darauf.

Wenn ich also jetzt in meine Zukunft schaue, male ich es mir einfach so aus, wie ich es mir wünsche. Das ist auch richtig so – allerdings sollte ich es auch ganz neutral sehen und überlegen, was denn nun machbar und was eher schwer zu realisieren ist.

Ich weiß, dass ich durch meine Weiterbildung später viel erreichen kann. Allerdings muss ich den Absprung aus dem Einzelhandel in die weite Welt der Medien gut schaffen. Die Aussicht darauf, dass ich dabei bin, mein Hobby zum Beruf zu machen, erfüllt mich mit Stolz. 

Es macht Spaß und ich finde einen Sinn dahinter.

Aber wo soll meine Reise eigentlich hingehen?